KLIMAWELLE
Aktion für Klimaverantwortung und Klimagerechtigkeit

Presse

Einladung zur Pressekonferenz 3. Juni

Presse:


Pressemitteilung

Bündnis Klimawelle

Bonn, 30. Mai 2010


Keine Hoffnung in den derzeitigen UN-Klimaprozess


Pressekonferenz


Das bundesweite Bündnis Klimawelle setzt keine Hoffnungen in die kommende Woche laufenden UN-Zwischenverhandlungen in Bonn und wird diese mit kritischen Protesten begleiten.


Das Bündnis kritisiert, dass der unverbindliche Copenhagen Accord – das Abschlussdokument des gescheiterten Kopenhagener UN-Klima-Gipfels – im Mittelpunkt der Verhandlungen in Bonn steht. "Wer den Copenhagen Accord als Zukunftsperspektive für effektiven Klimaschutz betrachtet, der hat sich vom Zwei-Grad-Ziel verabschiedet", sagte Klimawelle-Sprecher Max Bank.


Auch der Petersberger Klimagipfel im April dieses Jahres sei nach dem Scheitern von Kopenhagen zur Farce geworden. "Es gab, wenn überhaupt, Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz, die nicht einmal annähernd in Richtung Verbindlichkeit gingen", sagte Max Bank weiter.


Auch wenn die EU-Kommission gerade die Klimapolitik wieder für sich entdeckt habe, sei effektiver Klimaschutz in Folge der Eurokrise offenbar vollkommen von der Tagesordnung verschwunden. Das zeigen nach Ansicht der Klimawelle auch die zurückhaltenden Äußerungen der letzten Tage aus dem Umweltministerium und dem Bundeskanzleramt. Die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen der EU, wie der Emissionshandel, seien bislang gescheitert. "Der neoliberale Markt kann unser Klima nicht retten, gerade das zeigen die bisherigen Erfahrungen der EU mit dem Emissionshandel", sagte Kathrin Henneberger, ebenfalls Sprecherin der Klimawelle.


Das bundesweite Bündnis Klimawelle setzt deshalb auf ein ganz anderes Abkommen, das globale Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt und nicht davor zurückscheut, Wirtschaftswachstum als Krisenbewältigung in Frage zu stellen. "Effektiver Klimaschutz bedeutet, einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel einzuleiten, der sowohl das kulturell gesellschaftlich geprägte Konsumverhalten als auch die klimaschädlichen Auswüchse der fossilen Produktionsstruktur in Frage stellt", sagte Kathrin Henneberger


Anlässlich der UN-Klimazwischenverhandlungen 2010 in Bonn bereitet die Klimawelle ein Camp, diverse Aktionen sowie eine große Demonstration am Samstag, 5. Juni, vor. Zudem richten das globalisierungskritische Netzwerk Attac und der Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND in Kooperation mit dem Klimawelle-Bündnis am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Juni, in Bonn eine Strategie- und Aktionskonferenz aus. Ebenfalls in Bonn findet die Attac Aktionsakademie vom Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Juni, statt, auf der zahlreiche Aktionen mit vorbereitet werden.


Eine Pressekonferenz der Klimawelle, bei der auch Vertreter des Klima-Forums und der internationalen Klimabewegung anwesend sein werden, beginnt am Donnerstag, 3. Juni, um 10 Uhr im DGB-Haus in Bonn.


Im Internet:

http://www.klimawelle.de/


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