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KLIMAWELLE |
Über uns |
Klimawelle – Bündnis für Klimagerechtigkeit aaaaaWas heißt Klimagerechtigkeit?
Ausgangspunkt Kopenhagen
Eine neue Welle von sozialen Bewegungen formiert sich spätestens seit dem UN-Klimagipfel von Kopenhagen rund um die Frage nach effektivem Klimaschutz. Innerhalb dieser Welle verortet sich auch das Bündnis Klimawelle. Während der Gipfel in Kopenhagen katastrophal scheiterte, fanden sich unterschiedliche Akteure außerhalb der Verhandlungen zusammen, um für ein ganz anderes, effektives und sozial gerechtes Klimaabkommen zu kämpfen.
Die Klimagerechtigkeitsbewegung – eine systemkritische Bewegung von unten
Die sogenannte Klimagerechtigkeitsbewegung formierte sich in Kopenhagen vor allem um zwei Netzwerke herum: Climate Justice Now und Climate Justice Action. Beiden ist gemein, dass sie das „Ergebnis“ von Kopenhagen, den Copenhagen Accord ablehnen, weil es Unverbindlichkeit im Klimaschutz festschreibt. Sie teilen ferner die Analyse, dass nur ein Bruch mit dem derzeitig existierenden Produktionsstrukturen des globalen Kapitalismus einen wirklich gerechten Klimaschutz zur Folge haben kann. Also: System Change, not climate change!
Global denken, lokal handeln
Warum lassen die Strukturen des derzeitig existierenden globalen Kapitalismus einen effektiven und gerechten Klimaschutz nicht zu? Weil die Machtstrukturen in den einzelnen Ländern dies systematisch verhindern. Mit der derzeitigen Produktionsstruktur sind entsprechende Machtverhältnisse verbunden. Die Macht der Energiekonzerne, der Automobilkonzerne und die Lobbyarbeit ihrer Verbände verhindern, dass ein neues, gerechtes, wirklich effektives Klimaschutzabkommen zustande kommt. Natürlich stehen dem ebenfalls die Interesse ganzer Nationalstaaten im Wege. Deshalb ist der Ansatz der Klimagerechtigkeitsbewegung folgender: Global vernetzen, aber gleichzeitig den Machtkonflikten lokal, regional und national begegnen! Wir werden unsere Lebensgrundlagen auf dieser Erde selbst schützen, wenn die Politik den Bruch mit einer rückwärts gerichteten Interessensgruppe scheut und sich vom 2 Grad-Ziel verabschiedet.
Positionen der Klimawelle – Individuelles Handeln und Systemkritik als Basis für Veränderungen
Aus
Sicht der Klimawelle sind individuelle Handlungsansätze wichtig
und richtig. Hierbei ist vor allem die gesellschaftliche Praxis eines
nachhaltigen Konsums von zentraler Bedeutung: das heißt eine
Einstellung zum alltäglichen Konsum, die nicht einer Logik des
maximal möglichen, sondern der des notwendigen und bewussten
Konsums folgt.
Dazu gehört beispielsweise, sich regional,
biologisch und fleischarm zu ernähren; die Nutzung von Fahrrad
und öffentlichem Nahverkehr; der sparsame Umgang mit Energie.
Bei letzterem kann nicht nur durch Einsparung sondern auch durch den
Wechsel des Stromanbieters ein Signal Richtung Energiekonzerne
gesendet werden - für Erneuerbare Energien und gegen Kohlekraft
und Atomkraft.
Die
individuelle Handlungsebene findet allerdings ihre Grenzen, und zwar
durch mehrere systemische Strukturkomponenten.
Die
Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die individuelle
Handlungsfreiheit bewegt, sind beispielsweise die, von staatlichen
Zusammenschlüssen wie der EU, gemeinsam betriebene Atompolitik
(EURATOM), die Vermachtung von Wirtschaftsstrukturen in (westlichen)
Demokratien (Energiekonzerne in Deutschland) und andere
national-politische Machtstrukturen.
Ziel
unserer außerparlamentarischen Bewegung ist es somit, diese
Strukturen gezielt und öffentlichkeitswirksam zu kritisieren und
dadurch einen nachhaltigen Diskurs in der Gesellschaft zu intiieren.
Positionen, die die Klimawelle zum Erreichen der oben genannten Ziele vertritt, sind:
A) Weg von fossilen Brennstoffen! Hin zu einer demokratischen & dezentralen Energieversorgung! 100 Prozent erneuerbare Energien sind nötig und möglich!
B) Eine umfassende Wachstumskritik, d.h. eine Abkehr vom Wachstumszwang um jeden Preis. Dies gilt insbesondere für klimaschädliche Branchen.
C) Eine Abkehr von der fossilistischen Produktionsstruktur. Hin zu einer neuen Art des Wirtschaftens, die von Grund auf ökologisch und solidarisch ist!
D) Für eine umfassende Klimagerechtigkeit. Vor allem die westlichen Industrieländer müssen Verantwortung für 200 Jahre klimaschädliches Wirtschaftswachstum zeigen: durch einen rapiden Umbau der eigenen Produktionsstruktur, durch Unterstützung des Umbaus in Schwellenländern und somit durch eine Begleichung ihrer ökologischen Schulden.
E) Weg von marktbasierten Lösungen, die eine globale CO2-Reduzierung nur suggerieren und bestehende Machtstrukturen verfestigen (z.B. Emissionshandel). Hin zu Lösungen, die in gesellschaftspolitischen, demokratischen Auseinandersetzungen entstehen!
Schwimmt mit auf der Klimawelle und setzt euch für Klimagerechtigkeit weltweit ein!
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